Katholische Pfarrei St. Marien Dresden-Cotta

Vertraut den. neuen Wegen

Geistliches Wort

Liebe Gemeinde,

endlich Ferien. Reisezeit. Kofferpacken, das alljährliche Überlegen, was notwendig für die Reise ist und was zurück bleiben kann. So ein Koffer will für alle Eventualitäten gerüstet sein. Und dann sind wir auch noch gerne gegen alles versichert. An was man alles denken muss vor der Reise! Ein schöner Moment, wenn die Reise wirklich losgeht, wenn ich nur noch hoffen kann, dass es schön wird. Wenn ich nicht mehr verantwortlich bin.

Meine ehemalige Klassenlehrerin hat mir eine rostige Blechabbildung des Heiligen Christopherus geschenkt. Sie zeigt einen Mann mit Stab, der ein Kind auf den Schultern durch einen Fluss trägt. Eine Bierdeckel große Medaille, deren Löcher darauf hindeuten, dass sie offenbar einmal irgendwo befestigt war. Vielleicht an einem alten Koffer oder in einem Auto? Seit jeher ist Christopherus ein Heiliger für alle Menschen auf der Reise. Ein Gebet wird nun nicht dafür sorgen, dass ich nicht die Zahnbürste vergesse, wohl aber einen Hinweis geben, dass mein Reiseweg nicht nur von mir abhängen wird. Ich werde vielen Menschen begegnen, die mir helfen werden, Flugkapitän, Koch im Hotel. Von Polizisten bis zu den Ärzten am Urlaubsort. Menschen die mir einen schönen, gesunden und erholsamen Urlaub bereiten wollen. Die dafür sorgen, dass ich mich entspannen kann und mir in Not helfen, so wie Christopherus das Kind übers gefährliche Wasser trägt.

Deshalb finde ich es schön, vor einer Reise einen Reisesegen zu lesen oder wenn er mir sogar zugesprochen wird. Nicht als fromme Vollkaskoversicherung, sondern als Wort des Mutmachens und Wissens, dass Gott auf meinen Wegen bei mir ist. Und so wünsche ich auch Ihnen schöne Ferien. Gott möge bei Ihnen sein.

Marcus C. Leitschuh

Aus: Marcus C. Leitschuh: Ferien! Impulse zum Auftanken. Verlag Neue Stadt,
2004

 

Segen für den Weg

    Ich wünsche dir,
    dass deine Augen leuchten,
    wenn du zurückkommst,
    entspannt, glücklich,
    friedvoll und gelassen.

    Neue Heiterkeit
    soll aus ihnen strahlen,
    ein heller Widerschein
    wohltuender Eindrücke,
    Träume und Gedanken.

    Vor allem aber
    sollen deine Augen
    vor Freude glänzen,
    weil dein Ja zum Leben
    größer geworden ist.

Welch ein Segen!
Fabian Vogt